Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
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Und hier ist der Text zum Nachlesen:
„Fasten your seatbelt“ heißt es im Flugzeug – bevor zum Abheben auf die Startbahn geht. Ich sag dir heute: Schnall dich gut an – wir starten in die Fastenzeit!
Das englische Wort „fasten“ – also etwas befestigen oder festmachen – zum Beispiel den Gurt im Auto oder Flugzeug – hat sogar mit dem deutschen Wort „fasten“ zu tun. Das Wort kommt nämlich ursprünglich vom „sich an Geboten (fest)halten“.
Hast du schon mal gefastet? Also für längere Zeit bewusst auf etwas verzichtet? Fleisch, Zucker und Alkohol sind so die gängigsten Fastenvorhaben. Ich habs ja mal mit weniger Schimpfwörtern und überhaupt weniger fluchen versucht.
Hat nur solange geklappt, bis ich mir den Zehen am Bettrahmen angehauen habe…
Das Finden von Fastenvorsätzen find ich ja gar nicht so schwer, da fällt einem schon was ein… aber das Festhalten daran… das Durchhalten… das find ich schwer.
Falls du gerade fastest – gutes Durchhalten!
Weil ich beim Fasten das Durchhalten am schwierigsten finde, ist es meiner Meinung nach total gescheit , dass in der katholischen Fastenzeit – die ja ganze 40 Tage dauert - die Sonntage ausgenommen sind. Denn der Mensch braucht ja Motivation und mit der Aussicht auf Belohnung funktioniert ja alles ein bisschen besser.
So kann man sich während der Woche, wenn einem der Verzicht gerade schwer fällt, auf den Sonntag – sozusagen den cheat day freuen und sich dann fürs Durchhalten belohnen.
Wenn das Durchhalten nicht klappt, würde ich es auch nicht tragisch nehmen. In Fasten steckt ja auch das Wort „fast“…
Was noch beim Durchhalten hilft sind realistische Ziele: nicht gleich alles auf Null sondern vielleicht erstmal reduzieren. z.B. ab Mittag nichts süßes mehr oder nur 2x die Woche Fleisch oder nicht jeden Tag Sport machen, sondern zumindest 2-3x 20 Minuten.
Weiterhin gutes Fasten!
Im Moment fasten nicht nur wir Christinnen und Christen – unsere Fastenzeit dauert von Anfang März – konkret von Aschermittwoch – bis Ostern, das ist heuer am Wochenende vom 20 April.
Auch in den März fällt heuer der islamische Fastenmonat Ramadan. Gläubige Musliminnen und Muslime verzichten in dieser Zeit tagsüber auf Essen und Trinken.
In den März fällt auch ein Fasttag der Jüdinnen und Juden – nämlich der Buß- und Gedenktag Ta’anit Esther. Und danach kommt das jüdische Pessach-Fest von 12. bis 20. April – wo auch auf bestimmte Lebensmittel verzichtet wird.
Es gibt also in allen Religionen Fastentraditionen… da muss dann doch irgendetwas dran sein… an diesem Fasten… etwas das mein Leben, meine Gesundheit, mich als Mensch verändert oder gar besser macht…
Vielleicht sollte ich es wirklich mal ausprobieren…
Wenn ich „Fasten“ höre, denke ich an Verzicht, ans Weniger von etwas… an Weglassen, Einschränken, … und das klingt nach Mühe, Anstrengung und vor allem nach Konsequenz und Disziplin… oh das sind alles Dinge, in denen ich nicht sehr gut bin. Und aus Angst vor dem Scheitern und der Blamage, probiert man es dann gleich besser gar nicht aus… na wer kennt diese Gedanken…
Mich lässt der Gedanke nicht los, dass Fasten aber auch etwas mit Mehr zu tun haben kann! Wenn ich zum Beispiel in meiner Freizeit Bildschirm-Zeit – also Handy-Wischen und Doomscrolling – faste, dann kann ich die gewonnene Zeit anders nutzen – zum Beispiel für mehr Aufmerksamkeit für mich selbst, meine Beziehungen, meine Haustiere, …
Oder mein Fastenvorsatz kann lauten: In der Früh nach dem Wecker-Klingeln nicht gleich aufstehen, sondern mich 5 Minuten an meine Partnerin/meinen Partner kuscheln und so mehr qualitytime mit den Liebsten Verbringen.
Wenn du Fasten hörst und auch an Verzicht denkst, sag ich dir: Muss nicht! Machen wir aus weniger einfach mehr! Mehr Liebe und Gutsein. Das ist es, was der Welt auch fehlt. Probieren wir es aus – gleich heute!
Katharina Grager, Katholische Kirche
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